Skelettreste in einer Höhle gefunden. Bisher ist nur klar, dass es sich um menschliche Knochen eines seit mehreren Jahren Toten handelt. Es wird vermutet, dass es sich um die sterblichen Überreste eines Ureinwohners handelt.
MOGÁN/GRAN CANARIA: Eine überraschende Entdeckung machten ein Vater und dessen Sohn am Sonntag, als sie bei Tauro in der Gemeinde Mogán im Süden von Gran Canaria bei der Erforschung einer Höhle auf Knochen stießen. Sie hatten in der Höhle gegraben und fanden Knochen, die die eines Menschen hätten sein können.
Nachdem die Beiden zunächst weiter gegraben hatten und auf weitere
Knochenreste stießen, informierten sie die Behörden. So kamen Polizeibeamte zur Höhle und untersuchten diese. Nach ersten Erkenntnissen handelt es sich bei den Knochen tatsächlich um Skelettreste eines Menschen, der allerdings schon Jahre tot ist. Eventuell handelt es sich sogar um einen Ureinwohner aus der vorspanischen Zeit.
Die Überreste wurden in das Forensische anatomische Institut nach Las Palmas zur weiteren Untersuchung überführt. Dabei soll herausgefunden werden, ob es sich tatsächlich um die Überreste eines Altkanariers handelt.
Der letzte Fund menschlicher Überreste auf Gran Canaria liegt erst fünf Monate zurück. Damals im März fanden Bauarbeiter die Überreste einer Frau im Barranco Guiniguada zwischen den Stadtteilen Lomo Blanco und Casablanca III de Las Palmas de Gran Canaria. Die Knochen waren weit verstreut.
Als im Juni 2010 ebenfalls im Barranco Guiniguada auf einem Hügel zwischen den Stadteilen San Roque und La Matula zwei Knochen und ein Schädel gefunden worden waren, hatte man auch zunächst an Überreste aus vorspanischer Zeit gedacht. Es stellte sich jedoch heraus, dass es sich um einen Anwohner, der nur rund 50 m von der Fundstelle entfernt gelebt hatte und seit drei Jahren vermisst worden war, handelte.
Am meisten Aufsehen hatten die Knochenfunde auf einer Finca in Los Hoyos in Tafira und in einem Brunnen in Jinámar im März vergangenen Jahres erregt. Es war zunächst vermutet worden, es könne sich um die sterblichen Überreste der seit 2006 vermissten Sara Morales handeln. Diese Thesen wurden schließlich verworfen.
Bild: Giorgio Rapetti/LP









