Die Kanaren sind bekannt für ihre geringen Temperaturschwankungen und das dadurch auch gerade im Sommer sehr angenehme Klima. Hin und wieder jedoch, ereignen sich auf Gran Canaria und den Nachbarinseln extreme Wetterphänomene. Die Canarios nennen diese heißen Winde aus der Sahara Calima und Scirocco. Häufig werden beide Phänomene verwechselt und an sich ist auch nur ein Name der richtige. Daher folgt nun eine kleine Einführung in die heißen Winde von Gran Canaria.
Scirocco
Der Scirocco (auch Schirokko) ist ein heißer Wind aus südlichen bis süd-östlichen Richtungen, der von der Sahara in Richtung Mittelmeer weht. Er ist ein gleichmäßiger heißer Wüstenwind, der oft im Frühjahr, frühem Sommer und Herbst weht. Er entsteht durch die Temperaturdifferenz zwischen kühlen Tiefdruckgebieten in Nordafrika und der heißen Luft über der Sahara. Je größer der Temperaturunterschied ist, desto stärker wird der Scirocco. Wegen seiner Entstehung über der Wüste führt der Scirocco große Mengen Sandstaub mit sich, wodurch die Luft eine gelblich-graue Färbung bekommt. Die Sichtweite kann dabei auf unter einen Kilometer sinken und der Sturm den Charakter eines Sandsturms annehmen.
Der Scirocco ist über Afrika trocken, nimmt aber über dem Mittelmeer Feuchtigkeit auf, die unter Umständen in den europäischen Mittelmeerländern abregnet. Diese Ausführungen machen jedoch deutlich, dass ein Scirocco auf den Kanaren praktisch nicht möglich ist, denn er weht definitionsgemäß von der Sahara nach Norden bzw. Nordwesten Richtung Mittelmeer. Wenn es also zu einem ungewöhnlichen Windphänomen auf Gran Canaria kommt, handelt es sich um den/die Calima.
Calima
Calima, gelegentlich auch bezeichnet als Bruma seca (span. Trockener Nebel) oder Kalima, ist eine Wetterlage mit Ostwind auf den Kanarischen Inseln (Sandwind aus Afrika). Von der Sahara kommt mit östlicher Strömung trockene, warme Luft und bringt oft feinen Sandstaub mit. Hochdruck über der Sahara erhöht die Temperatur und verringert die Luftfeuchtigkeit. Die Sicht ist dann leicht getrübt, die Niederschlagsneigung bei der geringen Feuchte aber sehr gering. Es kann im Flugverkehr zu Problemen kommen. Bei dem Staubgehalt der Luft ist das warme, trockene Wetter aber nicht angenehm und führt leicht zu Reizungen der Atemorgane.
Calimaeinbrüche können mitunter sehr heftig sein, so kann z. B. auf Teneriffa plötzlich ein starker Sturm einsetzen und die Luftmassen austauschen. Es kann auch in der Nacht zu starkem Temperaturanstieg kommen, während gleichzeitig die Luftfeuchte rapide absinkt. Es ist nicht außergewöhnlich, dass bei Calima alle im Freien abgestellten Autos, andere Gegenstände und die Straßen mit feinem ockerfarbenen Sandstaub bedeckt werden. Calimawetterlagen können mehrere Wochen andauern.
Die Calima in den Sommermonaten (Juni bis September) kann wegen der Kombination mit starkem Wind und heißer Luft starke Schäden an der Vegetation anrichten. In den Wintermonaten kommt sie ebenfalls vor, der Wind ist dann aber weniger heiß. Der Himmel wird diesig, die Aussicht in die Ferne nach und nach geringer. In der Regel erkennt man eine heranziehende Calima schon ein oder zwei Tage vorher. Die Calima ist in Lagen bis 300 Meter über Normalnull akut. In höheren Lagen schwächt sich die Temperatur deutlich ab. Die Calima entsteht genau in der Sahelzone und treibt auch zahlreiche Schwalben wie ein Spielball durch die Lüfte vor sich her. Sie landen auf Fuerteventura, weil diese kanarische Insel am nächsten an ihrer 800 km entfernten Heimat ist, und sterben dort größtenteils an Entkräftung. Auf diese Weise betreibt der Calima eine natürliche Auslese. Da der heiße Wüstenwind rasch auch jedes zunächst kontrolliert gezündete Feuer weiter vorantreibt und so außer Kontrolle geraten lässt, stellt das Abflämmen von Feldern bei Calima eine grob fahrlässige Brandstiftung dar.
Informations- und Bildnachweis: wikipedia.de












[...] Aussage des spanischen Wetterdienstes AEMET (Agencia Estatal de Meteorología) zu einer leichten Calima [...]
[...] erleben wechselnde Bewölkung und dort besteht weiterhin die Möglichkeit einer leichten Calima. Die Temperaturen bleiben heute noch unverändert warm. Der Wind weht überall leicht bis mäßig [...]
[...] auf den östlichen Kanareninseln können die Boen bei Temperaturen von bis zu 30° C von einer Calima begleitet werden. Der Wind nimmt am Donnerstag ab den frühen Morgenstunden [...]
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[...] hat man in den letzten beiden Tagen eher diesige Sichtverhältnisse erlebt, die sonst v.a . bei der Calima auftreten. Auch diese sind derzeit Folge des Panza de [...]
[...] Temperaturen können dann sogar höher als 35°C im Schatten sein. Dabei ist laut Canarias7 auch Calima möglich, die vor allem die Inseln der Provinz Las Palmas (Gran Canaria, Fuerteventura und [...]
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[...] in der ersten Tageshälfte bewölkt sein. Auf den drei östlichen Inseln kann es zu einer schwachen Calima kommen. Dabei aber gehen die Temperaturen eher leicht zurück. Der Wind weht schwach bis mäßig [...]