Tanker „Tordis Knutsen“ eilt dem sinkenden Segelboot mit zwei Briten an Bord etwa 360 Seemeilen vor Gran Canaria zur Hilfe. Es war in den Sturm geraten und erlitt Schiffbruch. 64-Jähriger stirbt bei dem Unglück, ein 43-Jähriger Segler überlebt.
Seit Sonntag tobt der Sturm über den Kanaren. Zum Glück weniger heftig als befürchtet. Es gab jedoch einen Toten, einen Schwerverletzten und etwa 100 weitere Zwischenfälle. Aber neben Verwüstungen zeigt die Natur sich bei einem derartigen Schauspiel auch immer wieder von einer schaurig-schönen Seite. Hier einige Eindrücke der letzten beiden Tage auf Gran Canaria.
Heute waren wegen der Sturmwarnung sämtliche Schulen, Kindergärten und die beiden Universitäten geschlossen. Da der Sturm trotz heftigen Regens weniger stark ist, als zunächst erwartet können morgen die meisten Bildungseinrichtungen wieder geöffnet werden.
Mittlerweile alle Kanarischen Flughäfen betroffen, obwohl der Sturm weniger heftig als befürchtet ausfällt. Die meisten Ausfälle gab es auf Gran Canaria. In der ganzen Provinz Las Palmas bisher 55 Flüge ausgefallen. Binter Canarias setzt bis auf Weiteres alle Flüge auf den Kanaren aus.
Starke Regenfälle und teilweise heftige Windböen. Bisher kamen noch keine Personen zu Schaden. Erste Erdrutsche und umgestürzte Bäume sorgen jedoch für gesperrte Straßen. Meteorologen haben den roten Wetteralarm mittlerweile zurückgenommen, da der Sturm nicht ganz so heftig wie befürchtet ausfällt.
UD Las Palmas dreht das Heimspiel gegen die Spitzenmannschaft Rayo Vallecano in den letzten 10 Minuten und gewinnt 2:1. Damit steht das Team im Moment auf dem Aufstiegsrelegationsplatz 6. CD Teneriffa gewinnt beim Villareal B zum ersten Mal auswärts und verlässt den letzten Platz.
Auch der Hafen von Agaete im Nordwesten von Gran Canaria bis auf Weiteres geschlossen. Am Observatorio del Teide, der Sternwarte auf dem Berg Izaña, wurden Windgeschwindigkeiten von 150 km/h gemessen. Dennoch fällt der Sturm etwas weniger stark aus als befürchtet. Verspätungen auf den anderen Flughäfen. Bisher nur geringe Sturmschäden. Etwa ein Dutzend Straßen gesperrt.
Derzeit gilt wegen des heftigen Sturmtiefs, das ab heute Abend über die Kanaren hereinbricht die zweithöchste Notfallstufe. Die zu erwartenden Orkanböen mit Spitzengeschwindigkeiten von 130 bis 170 km/h würden die Ausrufung der höchsten Stufe rechtfertigen. Sturm kommt ausgerechnet am fünften Jahrestag des Tropensturms Delta über die Kanaren.
Die spanische Ministerin für Justiz, Inneres und Katastrophenschutz hat für die Bewohner der Kanarischen Inseln folgende Informationen über richtiges Verhalten bei einem Sturm zusammengestellt.
Aufgrund der vorhergesagten starken Stürme auf den Kanaren bereitet sich die militärische Nothilfeeinheit im Laufe der Nacht bzw. in den frühen Morgenstunden auf mögliche Einsätze auf Gran Canaria und Teneriffa vor.